Die Mitteilungsvorlage 25-30/01305 befasst sich mit der strategischen Weiterentwicklung der SeniorenHäuser im Kontext des demografischen Wandels. Die Vorlage geht auf eine Anfrage eines Stadtverordneten aus dem Betriebsausschuss der SeniorenHäuser vom 20.05.2026 zurück. Dabei wurden die Bedeutung integrierter Gesundheits- und Versorgungsnetzwerke sowie die Rolle von Präventions- und Wohnkonzepten, Personal- und Digitalstrategien für die Versorgungsqualität und Wirtschaftlichkeit der städtischen Pflegehäuser erfragt.
Die Verwaltung führt aus, dass der demografische Wandel, der Fachkräftemangel sowie veränderte gesetzliche und finanzielle Rahmenbedingungen eine strategische Anpassung erfordern. Ein zentraler Aspekt ist der Aufbau integrierter Netzwerke durch die Zusammenarbeit mit Krankenhäusern, Ärzten, ambulanten Pflegediensten und sozialen Diensten, um Versorgungsketten zu koordinieren. Ergänzend sollen altersgerechte Wohnformen, Tagespflege und Kurzzeitpflege die selbstständige Lebensführung unterstützen. Zur Bewältigung des Fachkräftemangels werden moderne Arbeitszeitmodelle, gezielte Weiterbildung und digitale Unterstützungsinstrumente als notwendig erachtet.
In der Umsetzung sind bereits Kooperationen mit ärztlichen Partnern, flexible Schichtmodelle sowie Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung etabliert. Im Bereich der Digitalisierung werden die Pflegedokumentation, mobile Endgeräte und die digitale Dienstplanung genutzt. Für die Zukunft plant die Verwaltung eine engere Zusammenarbeit mit Krankenhäusern und ambulanten Diensten im Quartier sowie den Ausbau von Nachbarschaftsprojekten. Zudem soll die Gewinnung und Integration internationaler Fachkräfte verfolgt werden.