Antrag der SPD-Fraktion - Sachstandsbericht zur Sicherheit der Mitarbeitenden des Jugendamtes Gelsenkirchen
✦ KI-Zusammenfassung
Die SPD-Fraktion hat im Juli 2026 einen Dringlichkeitsantrag gestellt, um einen Sachstandsbericht zur Sicherheit der Mitarbeitenden des Jugendamtes Gelsenkirchen einzufordern. Hintergrund der Anfrage ist die Untersuchung ähnlicher Gefährdungslagen wie bei einem Vorfall in Stade, bei dem Gewalt gegen Mitarbeitende im Kontext von Sorgerechtsstreitigkeiten auftrat.
Die Verwaltung nimmt in der Mitteilungsvorlage 25-30/01715 dazu Stellung und verweist auf den seit 2020 bestehenden Steuerungskreis Sicherheit. Dieser entwickelt ein gesamtstädtisches Sicherheitskonzept zum Schutz vor physischen und psychischen Übergriffen anhand eines 30-Punkte-Plans. Zu den präventiven Maßnahmen gehören eine mehrsprachige Respektkampagne sowie die konsequente Erstattung von Strafanzeigen bei Straftaten gegen Dienstkräfte. Seit 2025 können Gewaltvorfälle und Hausverbote digital gemeldet werden, um eine Identifizierung gefährlicher Personen vor Terminen zu ermöglichen.
Zudem führt das Referat Personal und Organisation Deeskalationsschulungen durch. Führungskräfte werden durch Sicherheitsmanager und Arbeitssicherheitsfachkräfte bei der Umsetzung von Schutzmaßnahmen beraten, die von organisatorischen Anpassungen bis hin zur Möblierung reichen. Für den Außendienst stehen unter anderem Stichschutzwesten zur Verfügung. Die Grundlage für individuelle Maßnahmen bildet die durch Führungskräfte zu erstellende Gefährdungsbeurteilung. Bei Terminen im Außendienst werden bei Bedarf zwei Dienstkräfte eingesetzt oder die Polizei hinzugezogen. Für den Bereich Kinder, Jugend und Familie werden technische Sicherheitsmaßnahmen getestet und analysiert. Nach kritischen Ereignissen finden quartalsweise Supervisionen statt. Eine mehrstufige betriebliche Nachsorge durch die Sozialberatung ist ebenfalls vorgesehen.
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Beratungsfolge
- 01.10.2026zur Kenntnis genommen
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